May 23rd, 2005

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Als Hitler das rote Kaninchen stahl: Judith Kerr

Das Buch handelt von den Fluechtlingen Anna und ihrer Familie (Mutter, Vater und Bruder Max). Die Familie hat Deutschland 1933 verlassen und wohnte zuerst in der Schweiz, danach in Paris und am Ende des Buches treffen sie in London ein. Die Geschichte der Familie wird aus Annas Sicht beschrieben. Als sie Deutschland verlaesst, ist sie 9. Es ist eine Geschichte voller Liebe, Freundschaft und Mut. Die Familie leidet unter Armut, aber sie bliebt immer eng zusammen.

Mein Lieblinszitat:
“Wir haben keine Heimat. Wenn man kein Zuhause hat, dann muss man bei seinen Leute bleiben.”
Sie blickte in die verzweifelten Geschichter ihrer Eltern und es brach aus ihr heraus:
“Ich weiss, dass wir keine Wahl haben, und dass ich alles nur noch schwerer mache. Aber bis jetzt hat es mir nie ausgemacht, ein Fluechtling zu sein. Es hat mir sogar gefallen. Ich finde, die beiden letzten Jahre, wo wir Fluechtlinge waren, waren viel schoener als die Zeit in Deutschland. Aber wenn ihr uns jetzt wegschickt, habe ich solche Angst…ich habe so schreckliche Angst…”
“Wovor denn?”, fragte Papa.
“Dass ich mir wirklich wie ein Fluechtling vorkomme”, sagte Anna und brach in Traenen aus.

Das Buch hat mir gut gefallen, vielleicht weil es eigentlich als Kindbuch geschrieben wurde. Das heisst, ich konnte alles ganz leicht lesen und verstehen, ohne das Woerterbuch zu benutzen! Judith Kerr hat spaeter ueber ihre restlichen Kriegserinngerungen, und die Buecher moechte ich auch lesen…

Weiter Informationen
Out of the Hitler Time: Judith Kerr

Radio 4 (Desert Island Discs) ueber Judith Kerr

Encompass Culture ueber Judith Kerr